Schwangerschaft von A bis Z (Part II)

Klein-D und ich kugeln munter weiter vor uns hin (langsam werde ich allerdings wirklich ungeduldig) und in der Zwischenzeit geht es hier weiter mit der Serie "Schwangerschaft von A bis Z" - heute mit den Buchstaben G bis L!

G wie Geburtsvorbereitung

Ich habe Dich ja in einige Einheiten unseres Geburtsvorbereitungskurses mitgenommen und in der Zwischenzeit haben wir den Kurs mit einer Einheit zum Thema Wochenbett und der Kreißsaalführung abgeschlossen. Das bedeutet, dass wir nun eigentlich optimal auf die Geburt vorbereitet sein sollten. Ich habe jetzt noch 3 Tage bis zu unserem ET und obwohl ich mir langsam wirklich wünsche, dass es endlich losgeht, fühle ich mich irgendwie alles andere als darauf vorbereitet, was da auf mich zukommt. Ob wir durch die Trockenübungen wirklich für den Ernstfall gewappnet sind? Obwohl es nette Abende in einer genauso netten Runde waren und man alle Fragen stellen konnte, glaube ich, dass man sich auf eine Geburt gar nicht wirklich vorbereiten kann... und ich habe den größten Respekt davor.

H wie Haltbarkeitsdaten

Manchmal glaube ich, schon ein wenig verrückt zu sein. Wenn ich mit Mr. Right einkaufen bin oder wir zum Essen eingeladen sind, kreisen meine Gedanken oft darüber, ob ich das, was ich im Regal sehe oder was vor mir auf dem Teller liegt, wird auch wirklich essen darf. Im Internet kursieren ja zig endlos lange Listen, was alles vermieden werden sollte (Weichkäse, Thunfisch, rohes Fleisch, Salami, Mozzarella von der Theke, etc.). Obwohl ich versuche, mich dadurch nicht verrückt machen zu lassen, gelingt mir das nicht immer. Wenn Mr. Right beim Kochen "assistiert" achte ich penibel genau darauf, ob er das Gemüse auch wirklich ganz besonders sauber wäscht, ja fast schon poliert. Ebenso werden offene Packungen von was-auch-immer schon viel früher als sonst nicht mehr von mir angerührt... irgendwie komisch oder? Wahrscheinlich wären viele dieser Gedanken nicht nötig und dem Kleinen würde es trotzdem blendend gehen aber irgendwie möchte man sich dann am Ende des Tages doch keine Vorwürfe machen, oder?

I wie "Ich will dich endlich kennenlernen!"

Wenn ich über die bisherigen 39 Wochen der Schwangerschaft nachdenke, war ich eigentlich immer ziemlich gelassen und hatte auch die längste Zeit das Gefühl, dass die Zeit eigentlich nur so an mir vorbei rast. Das ging jetzt wirklich sehr lange so. Durch die Arbeit am Shop, die total viel Spaß macht, war ich auch gut abgelenkt. Mr. Right hat schon öfters zu mir gesagt, dass er abgesehen von meinem großen Bauch gar nicht wirklich gemerkt hat, dass ich schwanger bin. Nun, das hat sich in den letzten Tagen schlagartig geändert. Ich weiß nicht, ob es die Ungeduld alleine, die körperliche Anstrengung, ein letzter ordentlicher Hormonschub oder alles zusammen ist, aber in den letzten Tagen bin ich doch etwas gereizter als sonst. Zu lange steigert sich die Neugierde nun schon: Wie wirst du aussehen? Welche Haarfarbe wirst du haben? Hast du überhaupt schon Haare? Wirst du uns schlafen lassen, wenigstens ein bisschen? Ich kann es einfach nicht mehr erwarten, Klein-D endlich in meine Arme zu schließen. Ich will ihn endlich kennenlernen!

J wie "Jetzt müssen wir vernünftig sein"

Bis jetzt führen Mr. Right und ich ein wirklich unbeschwertes Leben und können jeden Tag genießen. Das liegt unter anderem daran, dass es uns und den Menschen, die wir lieben, gesundheitlich gut geht, wir eine solide Ausbildung, gute Jobs und einfach keine Sorgen haben. Wir machen, worauf wir gerade Lust haben und genießen die unbeschwerte Zeit. Natürlich hoffen wir, auch in Zukunft ein sorgenfreies Leben zu haben aber eines wird sich auf jeden Fall ändern: In wenigen Tagen tragen wir nicht nur die Verantwortung für unser eigenes Leben sondern auch für unseren kleinen Zwerg. Ein winzig kleiner Mensch, der völlig auf uns, unsere Liebe und Fürsorge angewiesen ist, wird unsere gesamte Aufmerksamkeit und Liebe bekommen. Und damit wird sich unser Leben schlagartig ändern. Die eigenen Bedürfnisse werden zurückgeschraubt und Klein-D rückt in den Mittelpunkt unseres Lebens. Ab dann heißt es, Verantwortung als Eltern zu übernehmen und alles dafür zu tun, dass es unserem kleinen Schatz gut geht - und auch mal selbst auf einiges zu verzichten.

K wie Kampf gegen die eigene Blase

Ich denke, dieser Punkt erklärt sich ganz von selbst aber vielleicht doch ein paar Worte dazu. Meine Blase hat mir schon sehr früh Streiche gespielt und gefühlt im Minutentakt habe ich mich entschuldigt und bin zur Toilette. Das hat schon im ersten Trimester begonnen und ich gehörte dann auch nicht zu den glücklichen Schwangeren, die im zweiten Trimester endlich ein paar Monate Ruhe davon hatten. Natürlich haben gegen Ende der Schwangerschaft die meisten Frauen wieder das Problem, dass es sich das Baby auf der eigenen Blase gemütlich macht und die schlaflosen Nächte wieder mehr werden. Ich hatte diese "Dramen" eigentlich durchgehend und bin langsam schon etwas genervt davon, sämtliche öffentlich zugängliche Toiletten oder Büsche im Park zu kennen, in dem wir spazieren gehen ;-)

L wie Liebe, bedingungslose Liebe ♡

Auch hier muss ich wohl nicht viel mehr dazu sagen außer Liebe. Unendliche, bedingungslose Liebe für meinen kleinen Bauchbewohner. Und das jetzt schon, obwohl ich ihn noch gar nicht kenne. Ich kenne ein paar seiner süßen Eigenheiten, wie das Einschlafen beim CTG oder seine tägliche Schluckauf-Zeit, wenn er das Fruchtwasser wieder einmal zu gierig getrunken hat. Ich weiß, auf welcher Seite er am liebsten liegt und bekomme seine Tritte fast immer an dieselbe Stelle. Sonst weiß ich noch nicht viel über ihn - aber eines weiß ich mit Sicherheit: Ich liebe diesen kleinen Menschen unendlich und das wird sich niemals ändern ♡

 

Weiter geht's dann mit den Buchstaben M bis R im nächsten Teil!


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