Schwangerschaft von A bis Z (Part I)

In 8 Tagen ist es so weit: Klein-D soll auf die Welt kommen. Ich habe in der Zwischenzeit meine Schwangerschaft Revue passieren lassen und möchte Dir in dieser Serie einen Einblick in die vergangenen 39 Wochen geben: Was bedeutet die Schwangerschaft für mich? Welche Gefühle beschäftigen mich? Vor welche Herausforderungen stellt mich die Schwangerschaft?

Los geht es mit Teil I und den Buchstaben A bis F!

A wie Angst

Die Schwangerschaft mit Klein-D ist das beste, was mir nach Mr. Right in meinem Leben passiert ist. Wir haben uns dieses Kind sehr gewünscht und umso glücklicher waren wir, als wir den positiven Test in der Hand hielten (bzw. ich, ich habe Mr. Right damals überrascht). Mit dem positiven Test begannen aber auch die Ängste und Sorgen zu wachsen. Die ersten 12 Wochen sind ja ohnehin eine sehr sorgenvolle Zeit, in der wir persönlich auch wirklich nur den engsten Vertrauten von Klein-D erzählt haben. In Wirklichkeit haben die Ängste aber nie aufgehört. Es ging weiter mit der Pränataldiagnostik wie dem Combined Test oder dem Organscreening, Zuckertest, jeder Blutabnahme mit Toxoplasmose -Test usw. Natürlich habe ich ab der Sekunde, als ich wusste, dass ich schwanger bin sehr darauf geachtet, mich gesund zu ernähren und alles was "verboten" ist gänzlich von meinem Speiseplan zu streichen und dennoch: Jede Untersuchung ist immer wieder aufs Neue mit ein wenig Angst verbunden, ob es dem Baby wirklich gut geht. Das wird wohl in diesem Leben nicht mehr aufhören, denn wenn der Kleine erst auf der Welt ist, werden die Sorgen wohl auch nicht verfliegen, nach dem Motto: Kleine Kinder - kleine Sorgen, große Kinder - große Sorgen :-)

 

B wie Babies überall

Seit ich schwanger bin, kommt es mir vor als hätte man überall, wo ich mich aufhalte, eine Horde Schwangere bzw. Mamis mit Babies "ausgelassen". Wahrscheinlich fällt es mir einfach erst jetzt auf, seit ich selbst ein Kind erwarte aber gefühlt an jeder Ecke oder an jedem 2. Tisch im Restaurant muss ich mich von meinem laufenden Gespräch kurz ausklinken und irgendwo ein süßes Baby anstarren. Ich finde es total schön, dass auch Mr. Right oft von der Arbeit nach Hause kommt und mir erzählt, dass er wieder so ein "ganz frisch geschlüpftes" Baby im Bus gesehen hat und wie sehr er sich schon darauf freut, wenn unser kleiner Schatz endlich da ist.

 

C wie CTG-Ambulanz

... oder auch mein 2. Zuhause. Aufgrund der Schwangerschaftsdiabetes und seit einigen Wochen auch dem erhöhten Blutdruck habe ich neben den üblich geplanten Vorsorgeuntersuchungen im Krankenhaus bereits einige Extra-Sessions in der CTG-Ambulanz verbracht. Ich freue mich immer, wenn Mr. Right auch dabei sein kann, da die Zeit so einfach viel schneller vergeht - und das ist gerade in unserem Fall auch nötig. Warum? Üblicherweise sind für die Untersuchung ca. 20-30 Minuten angesetzt. Mein kleiner Bauchzwerg hat es sich allerdings angewöhnt, ca. 3 Minuten nachdem das CTG mit der Aufzeichnung beginnt, einfach ganz gemütlich einzuschlafen und somit schreibt das CTG auch mehr oder weniger eine gerade Linie, die so nicht brauchbar ist. Daher kommt regelmäßig eine Hebamme dazu, die meinen Bauch wild herumrüttelt oder mich bittet, zu husten, damit der Kleine wach wird. Das klappt dann eigentlich auch ganz gut und wir hängen dann immer nochmal etwas länger am CTG. Die Hauptsache ist allerdings, dass bisher immer alles in Ordnung war und sich der Kleine in meinem Bauch wohl immer noch sehr wohl fühlt ♡

 

D wie Dankbarkeit

Es ist eigentlich kaum in Worte zu fassen, wie dankbar ich dafür bin, dass in meinem Bauch ein kleines Wunder heranwächst. Klar bin ich mit 25 wahrscheinlich "im besten Alter", um schwanger zu sein aber dennoch weiß ich, dass es alles andere als selbstverständlich ist, dieses Wunder erleben zu dürfen. Dazu kommt, dass ich mit Mr. Right einfach den perfekten Mann an meiner Seite habe und sicher weiß, dass er auch der beste Papa auf der ganzen Welt für Klein-D sein wird. Jetzt muss der Kleine noch gesund und munter auf die Welt kommen und das Leben könnte einfach nicht schöner sein. Für all das bin ich unendlich dankbar.

 

E wie "Erst im 5. Monat?! Der Bauch ist schon so groß."

Ich weiß gar nicht, wie oft ich diesen Satz (gemeinsam mit dem Satz "Sicher, dass es nur eines ist?") im Laufe meiner Schwangerschaft gehört habe. Zugegeben, der Bauch war tatsächlich schon sehr früh sichtbar aber ich kann mich an mein inneres Augenrollen auf sämtlichen Familienfeiern und anderen Festen noch gut erinnern. Woher eigentlich alle anderen immer genau wissen, wie groß der Bauch in welcher Woche "zu sein hat"? Ich glaube, in die eine oder andere Richtung hat wahrscheinlich jede schwangere Frau mindestens einmal ein mehr oder weniger qualifiziertes Urteil über die Größe des Babybauchs gehört. Ich finde allerdings, man sollte sich davon nicht verrückt machen lassen und wie es schon die Pinguine von Madagascar richtig gemacht haben: Einfach nicken und lächeln. Jeder Babybauch ist anders und genau so perfekt, wie er ist!

 

F wie Feste, Fortgehen und Feiern

Wo wir gerade bei Familienfeiern und anderen Festen sind: Es ist tatsächlich eine sehr große Umstellung für mich gewesen, diese Anlässe völlig nüchtern zu erleben. Das soll nicht heißen, dass ich als Nicht-Schwangere ein Alkoholproblem gehabt hätte aber je nach Anlass habe ich den einen oder anderen Spritzer dann doch eher selten verschmäht. Nun habe ich seit Jahresbeginn keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken und da ich vorhabe zu stillen, wird das wohl auch noch eine Weile weiter so gehen. Ob mir das fehlt? Die ehrliche Antwort ist: Nein. Tatsächlich genieße ich es sogar, am nächsten Tag kein dumpfes Gefühl im Kopf zu haben und kann mich auch ohne Alkohol sehr gut amüsieren. Viel größer ist da die Sehnsucht nach etwas ganz anderem... aber dazu kommen wir in einem späteren Teil :-)

 

Weiter geht es dann im nächsten Teil mit G bis L!

Ich freue mich auch über Deine Erfahrungen, lass mir gerne einen Kommentar da :-)

 


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