3 Monate Mama

Hallo ihr Lieben, da bin ich wieder. Sicherlich habt ihr bemerkt, dass es hier in letzter Zeit etwas ruhiger geworden ist. Der Titel dieses Beitrags ist eigentlich auch schon die Antwort auf die Frage, warum das so ist.

Das Leben als Mama ist doch etwas fordernder, als ich es mir im Vorhinein vorgestellt hatte. Heute möchte ich mein erstes Fazit aus den ersten 3 Monaten mit unserem kleinen Wunder David mit euch teilen.

Unbezahlter 24/7 Support

Ich habe euch ja schon einmal erzählt, dass ich vor meiner Karenz in einer Großkanzlei gearbeitet habe. So ein Arbeitstag dort ist ganz schön anstrengend (das dachte ich jedenfalls). Wenn ich mich um 18 Uhr in den Zug gesetzt habe, um dann erst um halb 8 abends nach Hause zu kommen, war ich manchmal echt kaputt. Jetzt denke ich an die Zeit zurück und kann mir gar nicht mehr erklären, was ich daran als anstrengend empfand. Immerhin konnte ich wenigstens die Abendstunden ganz genau so verbringen, wie ich das gerne mochte - ganz zu Schweigen von den Wochenenden. 

So... und jetzt?
Jetzt habe ich einen süßen kleinen Zwerg, der rund um die Uhr das Sagen (oder eher das Schreien :-) ) hat. Der kleine Mann kennt keinen Feierabend und auch kein Wochenende.
Mama hat zu funktionieren.
Immer.
Ja, wirklich immer.

Zuschläge für die Nacht- und Wochenendarbeit und überhaupt all die Überstunden gibt es natürlich für Mamis keine. Und trotzdem liebe ich diesen Job. So anstrengend er ist, so wunderschön ist auch sein zufriedenes Lachen und Quietschen, wenn ich mal wieder alles richtig gemacht habe.

Aller Anfang ist schwer

Das mit dem zufriedenen Lachen und Quietschen war aber nicht immer so. Die ersten Wochen war David ein sehr forderndes Baby. Er hat quasi auf mir gewohnt und egal, was ich versucht habe - irgendwie sah er immer unzufrieden aus.

(Unzufrieden ist bei den Bildern echt noch geprahlt oder? So hat er mich aber meistens angesehen)

Das war für mich als Mama natürlich auch keine leichte Zeit. Immerhin gibt man wirklich alles und noch mehr, damit es dem Zwerg gut geht. Als er dann aber endlich begann, ab und an zu grinsen wurde es plötzlich wesentlich leichter für mich. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, irgendwie alles falsch zu machen. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis er endlich gelacht hat. Und wenn keine Bauchschmerzen dazwischen kommen, hört er fast nicht mehr auf damit. Wann immer er mich sieht wird der Mund gaaanz weit aufgerissen und der Kleine strahlt mich an.

Die Stimmung hat sich also nach etwas mehr als 2 Monaten deutlich verbessert, was nicht heißt, dass der 24/7 Support nicht länger verlangt wird. Jetzt muss eben gespielt, getragen und unterhalten werden, damit wir nicht in alte Muster zurück fallen :-)

Zeitmanagement-Profi

Das muss man sein, um Baby, Partnerschaft, Haushalt, Familie, Freunde, Einkauf, WUNDERklein und vieles mehr unter einen Hut zu bekommen. Das ist nicht immer einfach, denn wer hier das Sagen hat, habe ich ja bereits erwähnt. Das bedeutet für alle geplanten Aktivitäten immer auch ein paar Ausnahmesituationen mit einzuplanen - was sich irgendwie nach einem Widerspruch anhört. Mittlerweile haben wir uns aber ganz gut eingespielt und der Angstschweiß vor Ausflügen ist zum Glück verschwunden. Mr. Right ist dabei auch eine unglaublich große Stütze und ist, wann immer es sein Job und die Arbeit am Shop erlauben, für uns da. Trotz der guten Organisation können ein paar Tage Schub mit brüllendem Baby natürlich viele Pläne über den Haufen werfen. Eine bessere Entschuldigung für Absagen, Social-Media Pausen oder das frühere Abrauschen bei einer Familienfeier gibt es aber nicht :-)

Anstrengende Ruhe

Eines ist klar - aus dem Partyleben sind wir im Moment raus. Da ich David noch immer voll stille ist Ausgang abends mehr oder weniger komplett gestrichen. In meiner Vorstellung liege ich nun mit Mr. Right und einem friedlichen Baby gemeinsam auf der Couch und wir spielen und kuscheln gemeinsam. Für Außenstehende könnte das ganz schön ruhig und langweilig klingen. Wie anstrengend gerade unsere "ruhigen" Abende zu Hause sind, kann man sich fast nicht vorstellen. Gerade abends hat der Kleine vor allem die letzten 2 Wochen eigentlich fast durchgebrüllt und außer viel Tragen, Kuscheln und Stillen hat eigentlich nichts geholfen - und selbst das nicht immer. Was sich in meiner Vorstellung also wie ein eher ruhiges, fast schon "langweiliges" Abendprogramm angehört hat, ist alles andere als das.

Alles was zählt bist du

Und bei allem Unterhalten, Tragen, Trösten, Kuscheln usw. gibt es immer nur ein Ziel: Meinem kleinen David soll es gut gehen. Entsprechend groß ist meine Sorge dann natürlich bei einer Impfung, lautem Gebrüll oder auch schon einer leichten Schnupfennase. Unfassbar, wie die eigenen körperlichen (und seelischen) Bedürfnisse zur absoluten Nebensache werden... obwohl, sie sind nicht einmal mehr das. Ganz egal, wie lange ich schon nicht geschlafen oder gegessen habe. Alles was zählt bist du, und dass es dir gut geht.
Denn eines steht fest:

Ich trage mein Herz jetzt außerhalb.

 


1 Kommentar


  • Agathe

    Oh man.. du sprichst mir aus der Seele! Alles Gute für Euch weiterhin!


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